Archives pour juillet 2007
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das buch

Die von Kuratorin Bice Curiger gemeinsam mit der Tate Modern, London, erarbeitete Präsentation heisst «Fragen & Blumen». Sie wird zusammen mit den Künstlern eingerichtet und bietet den bisher umfassendsten Überblick über das so vielfältige wie hintergründige Werk, das Skulpturen, Fotografien, Filme und Videos umfasst und sich einfacher Klassifizierung entzieht.
Peter Fischli (geb.1952) und David Weiss (geb.1946), die seit 1979 zusammenarbeiten, haben wesentlich das internationale Renommee der zeitgenössischen Schweizer Kunst geprägt. Ihr Augenmerk gilt dem Unspektakulären, dem Alltäglichen und scheinbar Banalen. Es ist ein betont unzynischer Blick, der in die Grauzonen unserer aufs Funktionieren angelegte Welt führt. In ihrer ersten gemeinsamen Arbeit, der populär gewordenen «Wurstserie» (1979), kommt bereits der spielerisch experimentelle Zug ihrer Kunst als antiheroisches künstlerisches Programm zum Tragen, das auch den Humor nicht scheut. Es ist eine Kunst, die in den vergangenen Jahrzehnten sowohl ernsthaft zur Diskussion einer Postavantgarde beitrug, wie zugleich auch ein breites Publikum anzusprechen vermochte - was kürzlich der Zuspruch zur Ausstellung in London und Paris aufs Erfreulichste bestätigte.
quellen: www.kunsthaus.ch / www.art-in.de
Kulturlandschaft
In der Kulturlandschaft „baut“ der Mensch die Erde und macht ihre potentiellen Strukturen als sinnvolles Ganzes offenbar. Eine Kulturlandschaft beruht auf „Kultivierung“ und enthält definierte Orte, Wege und Bereiche, die die Auffassung des Menschen von seiner natürlichen Umgebung konkret werden lassen. Der rechtwinklige Raum, das höhlenartige Innere und die Kulturlandschaft deuten auf allgemeine umfassende Ordnung hin, die bis zu einem gewissen Grad das Bedürfnis des Menschen nach seiner Interpretation von Natur als strukturiertem Ganzen, das in sich alle Umweltebenen vom Artefakt bis zur Region fasst, befriedigen.1
1Genius Loci, Landschaft, Lebensraum, Baukunst, Christian Norberg-Schulz, Klett-Cotta, 1982, S.52
Die romantische Landschaft (Skandinavien)
Es liegt nahe, eine Abhandlung über die Archetypen der natürlichen Orte mit dem Landschaftstypus zu beginnen, an dem die ursprünglichen Kräfte noch immer stark zu spüren sind: mit dem nordischen Wald, wie er in bestimmten Teilen Mitteleuropas und besonders in Skandinavien vorkommt. Dieser Wald wird durch eine endlose Vielfalt unterschiedlicher Phänomene bestimmt: Der Boden ist selten einförmig, häufige unterteilt, und zeigt abwechslungsreiches Relief; Felsen und Vertiefungen, Haine und Lichtungen, Dickichte und Büsche bilden eine reichhaltige „Mikrostruktur“. Der Himmel wird selten als Gewölbe erfahren, ist zwischen die Konturen von Bäumen und Felsen gedrängt und wird außerdem noch ständig von Wolken verändert. Die Sonne steht relativ niedrig und erzeigt ein vielfältiges Spiel aus Licht und Schattenflecken, wobei Wolken und Vegetation als weiterer „Filter“ fungiert. Wasser ist als dynamisches Element überall gegenwärtig, als strömender Fluss oder als stiller, schimmernder See. Die Beschaffendheit der Luft ändert sich dauernd, von feuchtem Nebel zu erfrischendem Ozon. Insgesamt scheint die Umwelt sich als veränderlich und ziemlich unbegreifliche Welt zu offenbaren, wo Überraschungen an der Tagesordnung sind. Ganz allgemein ließe sich sagen, dass die nordische Landschaft durch eine grenzenlose Vielfalt unterschiedlicher Orte bestimmt ist.2
2Genius Loci, Landschaft, Lebensraum, Baukunst, Christian Norberg-Schulz, Klett-Cotta, 1982, S.42
Das Phänomen „artifizieller Ort“
Vor jeher wusste man, dass einen Ort schaffen heißt, das Wesen des Sein auszudrücken. Die vom Menschen geschaffene Umwelt, in der erlebt, ist nicht ein bloß praktisches Instrument oder das Ergebniss zufälliger Ergebnisse, sondern hat Struktur und Sinn. Sinn und Struktur spiegeln das Verständnis das Menschen für seine natürliche Umgebung und seine allgemeine existenzielle Situation wieder. Eine Untersuchung des vom Menschen geschaffenen Ortes sollte deshalb eine natürliche Grundlage haben: Sie sollte von der Beziehung zur natürlichen Umgebung ausgehen.3
3Genius Loci, Landschaft, Lebensraum, Baukunst, Christian Norberg-Schulz, Klett-Cotta, 1982, S.16
Das Projekt wurde von Patric Furrer an der UDK Berlin entworfen





Neue Räume für das Architektur Forum Zürich
Ohne die Frage eines umfassenderen Architekturzentrums angehen zu wollen, soll nun als Diplomarbeit an einem stadträumlich zentralen und attraktiven Ort in Zürich ein Gebäude mit neuen Räumen für das Architektur Forum Zürich projektiert werden. Der Planungsperimeter liegt am Schanzengraben im Gebiet der ehemaligen barocken Befestigungsanlage beim Hallenbad City.
Durch die Setzung des Baukörpers wird die Situation zur Sihlstrasse hin verdichtet und kann so als aufgelöster „Herter-Masterplan“ gelesen werden, von dem nur noch Fragmente übriggeblieben sind, die aber dennoch eine klare Platzsituation vor dem Hallenbad City schaffen.
Die Ausstellungs- und Podiumsräume werden im Obergeschoss organisiert, welches mit einer Vierendeeltragstruktur das gesamte Erdgeschoss überspannt und die Kräfte über den Kern ableitet. Das Untergeschoss dient dabei als Gegenstück zum Obergeschoss, welches das Gebäude wie ein Fuss im Erdreich verankert. Mit diesem tragwerktechnischen Ansatz kann das Erdgeschoss Stützenfrei ausgebildet werden und die öffentlichen Räume wie Café, Bibliothek und Sammlung könne mit einer vollständigen Verglasung der Fassade im Erdgeschoss in einen starken Bezug zur Umgebung gesetzt werden. Das Obergeschoss wird aussen mit Wellscobalit verkleidet, so dass durch die Vierendeelträger hindurch diffuses Licht in die Räume gefiltert wird. In der Nacht hat die Fassade einen diaphanen Charakter, welcher als Negativform davon den Vierendeelträger als Bild nach aussen transportiert.






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