Archives pour 'architecture'

Andreas Treier

Maria Theresa Lampe

Patric Furrer

Kulturlandschaft
In der Kulturlandschaft „baut“ der Mensch die Erde und macht ihre potentiellen Strukturen als sinnvolles Ganzes offenbar. Eine Kulturlandschaft beruht auf „Kultivierung“ und enthält definierte Orte, Wege und Bereiche, die die Auffassung des Menschen von seiner natürlichen Umgebung konkret werden lassen. Der rechtwinklige Raum, das höhlenartige Innere und die Kulturlandschaft deuten auf allgemeine umfassende Ordnung hin, die bis zu einem gewissen Grad das Bedürfnis des Menschen nach seiner Interpretation von Natur als strukturiertem Ganzen, das in sich alle Umweltebenen vom Artefakt bis zur Region fasst, befriedigen.1
1Genius Loci, Landschaft, Lebensraum, Baukunst, Christian Norberg-Schulz, Klett-Cotta, 1982, S.52
Die romantische Landschaft (Skandinavien)
Es liegt nahe, eine Abhandlung über die Archetypen der natürlichen Orte mit dem Landschaftstypus zu beginnen, an dem die ursprünglichen Kräfte noch immer stark zu spüren sind: mit dem nordischen Wald, wie er in bestimmten Teilen Mitteleuropas und besonders in Skandinavien vorkommt. Dieser Wald wird durch eine endlose Vielfalt unterschiedlicher Phänomene bestimmt: Der Boden ist selten einförmig, häufige unterteilt, und zeigt abwechslungsreiches Relief; Felsen und Vertiefungen, Haine und Lichtungen, Dickichte und Büsche bilden eine reichhaltige „Mikrostruktur“. Der Himmel wird selten als Gewölbe erfahren, ist zwischen die Konturen von Bäumen und Felsen gedrängt und wird außerdem noch ständig von Wolken verändert. Die Sonne steht relativ niedrig und erzeigt ein vielfältiges Spiel aus Licht und Schattenflecken, wobei Wolken und Vegetation als weiterer „Filter“ fungiert. Wasser ist als dynamisches Element überall gegenwärtig, als strömender Fluss oder als stiller, schimmernder See. Die Beschaffendheit der Luft ändert sich dauernd, von feuchtem Nebel zu erfrischendem Ozon. Insgesamt scheint die Umwelt sich als veränderlich und ziemlich unbegreifliche Welt zu offenbaren, wo Überraschungen an der Tagesordnung sind. Ganz allgemein ließe sich sagen, dass die nordische Landschaft durch eine grenzenlose Vielfalt unterschiedlicher Orte bestimmt ist.2
2Genius Loci, Landschaft, Lebensraum, Baukunst, Christian Norberg-Schulz, Klett-Cotta, 1982, S.42
Das Phänomen „artifizieller Ort“
Vor jeher wusste man, dass einen Ort schaffen heißt, das Wesen des Sein auszudrücken. Die vom Menschen geschaffene Umwelt, in der erlebt, ist nicht ein bloß praktisches Instrument oder das Ergebniss zufälliger Ergebnisse, sondern hat Struktur und Sinn. Sinn und Struktur spiegeln das Verständnis das Menschen für seine natürliche Umgebung und seine allgemeine existenzielle Situation wieder. Eine Untersuchung des vom Menschen geschaffenen Ortes sollte deshalb eine natürliche Grundlage haben: Sie sollte von der Beziehung zur natürlichen Umgebung ausgehen.3
3Genius Loci, Landschaft, Lebensraum, Baukunst, Christian Norberg-Schulz, Klett-Cotta, 1982, S.16
Das Projekt wurde von Patric Furrer an der UDK Berlin entworfen





Neue Räume für das Architektur Forum Zürich
Ohne die Frage eines umfassenderen Architekturzentrums angehen zu wollen, soll nun als Diplomarbeit an einem stadträumlich zentralen und attraktiven Ort in Zürich ein Gebäude mit neuen Räumen für das Architektur Forum Zürich projektiert werden. Der Planungsperimeter liegt am Schanzengraben im Gebiet der ehemaligen barocken Befestigungsanlage beim Hallenbad City.
Durch die Setzung des Baukörpers wird die Situation zur Sihlstrasse hin verdichtet und kann so als aufgelöster „Herter-Masterplan“ gelesen werden, von dem nur noch Fragmente übriggeblieben sind, die aber dennoch eine klare Platzsituation vor dem Hallenbad City schaffen.
Die Ausstellungs- und Podiumsräume werden im Obergeschoss organisiert, welches mit einer Vierendeeltragstruktur das gesamte Erdgeschoss überspannt und die Kräfte über den Kern ableitet. Das Untergeschoss dient dabei als Gegenstück zum Obergeschoss, welches das Gebäude wie ein Fuss im Erdreich verankert. Mit diesem tragwerktechnischen Ansatz kann das Erdgeschoss Stützenfrei ausgebildet werden und die öffentlichen Räume wie Café, Bibliothek und Sammlung könne mit einer vollständigen Verglasung der Fassade im Erdgeschoss in einen starken Bezug zur Umgebung gesetzt werden. Das Obergeschoss wird aussen mit Wellscobalit verkleidet, so dass durch die Vierendeelträger hindurch diffuses Licht in die Räume gefiltert wird. In der Nacht hat die Fassade einen diaphanen Charakter, welcher als Negativform davon den Vierendeelträger als Bild nach aussen transportiert.






«Mit der Projektwahl zeigte die Jury Mut zu einem starken Konzept, das der Schweiz einen differenzierten Auftritt ermöglicht. Der Pavillon überzeugt durch die Kombination von folgenden Ansätzen, die vermittelt werden sollen: Klimawandel, Nachhaltigkeit, Wissensvermittlung. Hier kann sich die Schweiz mit ihrer Innovationskraft – diesbezüglich wird die Schweiz in China bis anhin kaum wahrgenommen – präsentieren. Die Schweiz hat eine hohe Sensibilität zur Umwelt und zum Klimawandel, investiert viel in Forschung und Entwicklung und kann einen konkreten Beitrag leisten für innovative Lösungen im Bereich der Umwelttechnologien und der erneuerbaren Energien. Diese Inhalte sollen dem Publikum im <urbanen Raum> unter einer Hülle aus Bioresin vermittelt werden. Die Verbindung des urbanen Raums mit der grünen Wiese durch die Sesselbahn soll den Besuchern ein emotionales Erlebnis vermitteln und manifestiert, dass sich Künstlichkeit und Natürlichkeit nicht ausschliessen – eine schweizerische Eigenschaft. Wie bei allen Projektwettbewerben hat sich die Jury für ein Konzept entschieden, das selbstverständlich noch ausreifen muss. Die Auflagen der Jury zur Weiterentwicklung: Konzept zur klaren Verständlichkeit der Nachhaltigkeit; Einsatz von Technologien muss ausgereift sein; Hülle soll ästhetisiert werden. »Auf die Schnelle heisst das erstmal: Eine Seilbahn verbindet den «urbanen Raum» mit der grünen Wiese. Was will das chinesische Herz mehr? Oder geht es eher um das schweizerische?




quelle: www.swiss-architects.com
Entwicklung nach Innen | lautete die Überschrift der Semesteraufgabe im Zentrum Urban Landscape der Zürcher Hochschule Winterthur. Unterschiedlichen Agglomerationsregionen der Stadt Zürich wurden bezüglich ihrer Positionierung auf potentielle Entwicklungsmöglichkeiten, untersucht und daraus spezifische Szenarien, Modelle und Testentwürfe entwickelt. Das Projekt mit dem Namen „Greater Lake“, beschreibt ein neues, gemeinsames Zentrum der gut erschlossenen Glattal-Gemeinden, in Form eines Naherholungsgebietes / Volkparks. Kern dieses Szenarios bildet das anhaltende Wachstum der Agglomeration. Immer mehr „Satellitenstädte“ schliessen sich auf Grund der kleinern Landesfläche zusammen. Die Eigenständigkeit und Identitätsfrage werden zu einem zentralen Thema, der Randregionen der Metropolitanzentren. Das Projekt ergänzt den bestehenden Flusslauf der Glatt mit mäandrierenden Kanälen und gestaltet so eine Fluss-/Auenlandschaft. Das Projekt generiert eine lebendige Parklandschaft. Nicht nur durch das bespielen der einzelnen Inseln mit verschiedenen Aktivitäten sondern auch die Topografie soll eine art Membrane darstellen, die ständig in Bewegung ist, und die Landschaft immer neu gestaltet. Die verschiedenen Kanalniveaus garantieren eine stetige Wasserzirkulation. Es entsteht ein hydrologisch aktiver Park, der sich periodisch verändert und den klimatischen Prozesse der Natur anpasst. Bereits bestehende Infrastrukturen werden übernommen und erweitert. Das sehr gut erschlossene Stadtgebiet biete eine ideale Ausgangslage für die Erschliessung der neuen Parkanlage im Zentrum der umliegenden Gemeinde. Auch die Anbindung an die weiter aussenliegenden Gemeinden ist durch den direkten Autobahnanschluss gewährleistet. Das System des Strassenverkehrs funktioniert über eine bereits bestehende Ringstrasse um das ganze Gebiet. Zwei neue Diagonalverbindungen durch die Ringstrasse erschliessen die unterschiedlichen Inselgruppen. Die angrenzenden Gebiete rund um das neue Zentrum weisen ganz unterschiedliche Charakteren auf. Währen in Opfikon und Wallisellen überwiegend Einfamilienhausquartiere von der günstigen Südhanglage profitieren sind die Grundstücke von Seebach und Schwamendingen hauptsächlich mit Genossenschaftssiedlungen bebaut. Die von Oerlikon aus ans Zentrum angrenzenden Flächen sind vorwiegend mit Dienstleistungs- und Industriegebäuden besetzt (Fernsehstudio, neuer Glattpark, Hallenstadion usw.) Der neu angelegte „Volkspark“ bildet nicht nur das neue Zentrum und Identitätszeichen von Zürich-Nord sondern bildet gleichzeitig das Bindeglied zwischen den einzelnen Bebauungsstrukturen. Das Projekt wurde am ZUL der ZHW Departement Architektur entworfen. Student: Mauritius Carlen









Entwicklungskonzept | Das heutige Modell von Alterswohnungen richtet sich an eine „neue Generation“ von alt werdenden Menschen. Die zukünftigen Bewohner der Alterswohnungen in Arlesheim sind während und nach dem Zweiten Weltkrieg geboren. Viele von ihnen lebten in den 1960er Jahren Unabhängigkeit und Individualismus aus. Diese Generation will anders alt werden. Man will so lange wie möglich selbständig wohnen und, wenn es nicht mehr anders geht, massgeschneiderte Pflege in Anspruch nehmen. Ein gegenwärtiges Programm eines kollektiven Wohnhauses soll für eigenständige Bewohner in eine Synergie gebracht werden. Aus dieser Feststellung wurde im Rahmen eines öffentlichen Wettbewerbs der Stiftung zur Obesunne in Arlesheim folgender Beitrag geleistet. Ziel war es drei ganz normale Wohnhäuser zu entwerfen, in denen man sich ungehindert in seine Privatsphäre zurückziehen kann. Der direkte Zugang zu den Erschliessungswegen ermöglicht dem Bewohner ungestört das Gelände unterirdisch mit dem Auto zu verlassen. Die programmatischen, topografischen und räumlichen Möglichkeiten der Situation ist so entworfen, dass die Wohnungen und die ganze Umgebung zusammen eine Parklandschaft bilden, vor allem für jene, welche ihn kaum mehr verlassen können. Die drei versetzten Gebäudekörper erzeugen durch ihre städtebauliche Situierung eine harmonische Präsenz in der Umgebung. Durch die Versetzungen entstehen für die BewohnerInnen zugängliche kollektive Aussenräume, welche sich an das bestehende Altersheims anbinden. Die einfache Form des Gebäudekörpers und die Wahl der Materialien ermöglichen ein nachhaltiges Wohnen. Der grosszügige Eingangsbereich im Erdgeschoss der Alterswohnungen wird Bestandteil des öffentlichen Aussenraums, welcher sich entlang einer neu gestalteten Wegverbindung durch den grünen Bereich öffnet. Auf jedem Geschoss entstehen für die Benutzer öffentliche Zonen, wo sie sich aufhalten und im Kollektiv ein Blick ins Freie geniesen können. Die strukturierten Wohnungen werden auf den meisten Geschossen gespiegelt. Dies führt zu einer gewissen Individualität und daraus folgend zu einer Auflockerung der Fassade. In den Wohnungen werden die Räume durch raumbildende Elemente, welchen klaren Nutzungen zugewiesen sind, gebildet. Der kontinuierliche Raum kann somit je nach Bedürfnis unterteilt werden. Jede Wohnung besitzt eine Loggia, welche als privater Aussenraum, aber auch zur Vergrösserung des Innenraums benutzt werden kann. Dieser Wettbewerbsbeitrag von Mauritius Carlen und Domenico Parini (Studenten an der ZHW Studiengang Architektur) erhielt von der Fach- und Sachpreisjury einen Ankauf im Wert von 18′000.- CHF.
zoom in






Archives pour 'architecture'
Toutes les pages (2)
1 2 »